Unter der großen Überschrift
Bodenständig: Der etwas andere Markt
lesen wir in der Freien Presse vom 12.12.2012:
Die Dorfgemeinschaft steht beim kleinsten Weihnachtsmark des Vogtland im Mittelpunkt: Anbieter von Industrie-Artikeln müssen draußen bleiben.
Winzig und doch ungeheuer charmant: Der leinste Weihnachtsmarkt des Vogtlandesam Samstag in Weißensand bestand aus zwei Buden, einem Weihnachtsbaum mit Beleuchtung und vielen echten Zapfen, einem nach vie Seiten offenen kleinen Bierzelt, einem Grill und mehr als 80 gut gelaunten Besuchern. Doch für die Weißensander ist das ein großes Ereignis: Viele Besucher kamen aus dem Lengenfelder Ortsteil, mancher aber auchaus den umliegenden Dörfern.
Auf die beine gestellt haben das kleine, aber feine Spektakel die Mitsreiter von der VSG Weißensand, dwer Ortschaftsrat und die Feuerwehr. Welche Organisation wie viele Helfer zur Verfügung stellt, ließ sich laut Ortsvorsteherin Simone Hübschmann nicht genau sagen, denn: "In so einem kleinen Dorf sind die, die sich ehrenamtlich engagieren, meist mehrfach organisiert." Das trifft auch auf die Ortschefin zu, die außerdem dem Vorstand des Sportvereins angehört.
Simone Hübschmann legt sehr großen wert darauf, dass der kleinste Weihnachtsmarkt des Vogtlandes künftig seinen unverwechselbaren Charakter, der so sehr geschätzt wird, behalten kann: "Nein, der Markt soll nicht wachsen, auch nicht, wenn er von Besuchern seh gut angenommen wird. Das soll hier eine dörfliche Veranstaltung bleiben und kein kommerzielles Ereignis werden. Wir hatten schon Anfragen von Händlern, die hier gern verkaufen würden. Wir habenaber allen angesagt", so die Ortsvorsteherin. In Weißensand hehe es vielmehr darum, den Bewohnern die Möglichkeit zu geben, sich zu treffen und ein paar schöne Stunden miteinander zu verbringen.
Von den frostigen Temperaturen ließen sich die Besucher nicht abschrecken, die Plätze an den Biertischen waren stets voll besetz, und Simone Hübschmann versicherte: "Wir frieren nicht. Dieses Jahr ist es gar nicht so kalt. Voriges Jahr saßen wir bei minus zehn Grad. Die letzten Gäste sind 2.30 Uhr heim gegangen."
Doch nicht alle Menschen in Weißensand finden den Weg zum Festplatz: "Es gibt Leute, die wohnen im Dorf und haben sich die vergangenen 20 Jahre kein einziges Mal miteinander unterhalte. Auch einige Zugezogene, die schon viele Jahre hier sind, haben noch keinen richtigen Kontakt zur Dorfgemeinschaft gefunden. Ich würde mich freuen, wenn sich das ändert", so die Wünsche Hübschmanns. Sie weiß allerdings auch, dass diese Wünsche nicht komplett in Erfüllung gehen, denn: "Es gibt eben auch Einwohner, die kommen nie, da kann man anbieten, was man will."
Von denen, die nicht kommen, lassen sich Simone Hübschmann und ihre Helfer aber nicht entmutigen, ganz im Gegenteil. Auch diese Jahr organisiert der Ortschaftsrat wieder eine Weihnachtsfeier für die Rentner, aber nicht wie vor zwei Jahren, gemeinsam mit dem Weihnachtsmarkt. "Das ist einfach zu stressig und kaum zu schaffen, zumal die Ehrenamtlichennicht mehr werden", sagte Hübschmann. Die Rentner von Weißensand sind also für das nächste Wochenende ins Sportlerheim eingeladen, zum Stollen essen, Kaffee trinken und Abendbrot essen.
Silvia Kölbel
Dichtes Treiben auf dem
Blick ins offene Bierzelt
Kam auch zu
Vereinspräsident Jens Hoppe als
Von der Lenks-Mühle Weißensand/Lengenfeld bot Annegret Lenk mit Sohn Toni Bio-Naschereien an
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